Schnellkochtopf – seit Jahrzehnten bewährt

Schnellkochtopf - seit Jahrzehnten bewährtViele Menschen benutzen gerne Schnellkochtöpfe. Gegenüber dem regulären Kochtopf bergen sie einige Vorteile. Der geschlossene Topf wird durch Wasserdampf erhitzt. Dieses Vorgehen verkürzt die Kochzeit. Durch das schnellere Fertigstellen der Gerichte wird letztlich viel Energie eingespart. Dies könnte bereits der entscheidende Grund sein, sich einen Schnellkochtopf anzuschaffen. Es ist schon merkwürdig, dass bei unseren Großeltern in der Küche immer mindestens ein Schnellkochtopf vorhanden gewesen ist. Die Generation unserer Eltern hat ihn hingegen schon nicht mehr so oft verwendet. Und fragt man in heutigen jungen Haushalten nach, so wird man feststellen, dass er, wenn er vorhanden ist, aufgrund eines Wiederentdeckens in den Haushalt geraten ist und häufige Verwendung findet. Was also sollte uns davon überzeugen, wenn von der Stromersparnis abgesehen wird, dass wir uns einen oder gar mehrere Schnellkochtöpfe kaufen?

Wofür kann der Schnellkochtopf eingesetzt werden?

Genau genommen handelt es sich bei dem Schnellkochtopf um einen Universaltopf. Man kann quasi alles damit machen:
  • Eingefrorenes aufwärmen
  • Apfelsaft kochen
  • Einwecken / Einkochen (eine Form des Haltbarmachens)
Nur eines müssen Sie beherrschen, um mit dem Schnellkochtopf die Energiekosten zu senken und täglich eine schnelle Mahlzeit auf dem Tisch zu haben: Sie müssen richtig mit dem Deckel dieses Topfes umgehen können. Anderenfalls kann es durchaus passieren, dass Ihnen genau dieser Deckel tatsächlich einmal um die Ohren fliegt. Wie gesagt: Mit der richtigen Anwendung wird Ihnen ein solches Missgeschick aber nicht passieren. ... und eines noch: Natürlich haben die Schnellkochtöpfe, die man in den 1970er/1980er verwendet hat, immer noch ihre Berechtigung, wenn sie gut erhalten sind. Die heutigen Modelle werden aufgrund der jahrelangen Erfahrung ein wenig anders hergestellt, erfüllen ihre Zwecke aber ebenso gut.

Achtung – nun wird es heiß

Bitte behalten Sie stets im Hinterkopf, wenn Sie mit diesen Töpfen hantieren, dass es sich um eine Kochvariante handelt, bei der viel Druck eingesetzt wird. Somit ist bei der Wahl des Topfes einiges zu beachten, um ihn gefahrlos benutzen zu können.
  • Die korrekte Herdart: Es gibt unterschiedliche Herdarten – Glaskeramikherd, Induktionsherd, Gasherd und natürlich den Elektroherd. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Schnellkochtopf der Wahl auf für Ihren Herd zu Hause geeignet ist. Dies ist stets auf der Verpackung bzw. der Produktbeschreibung vermerkt.
  • Ist explizit für das gewählte Modell eine Benutzungsanweisung vorhanden? Sicherlich funktionieren alle Modelle „so ungefähr ähnlich“. Doch sollte man in diesem Fall, aufgrund des hohen Drucks, während einer Nutzung endlich einmal die Bedienungsanleitung lesen.
  • Besitzt der Topf eine zusätzliche Reglerfunktion? Gerade die älteren Modelle werden nach wie vor über die Herdfunktion geregelt.
  • Beachten Sie unbedingt die Mindestfüllmenge. Je höher diese ausfällt, desto wahrscheinlicher ist die Tatsache, dass dieser Topf nicht zum Dampfgaren geeignet ist. Es ist sinnvoll, dass sowohl die minimale als auch die maximale Füllmenge im Inneren des Topfes deutlich aufgezeigt werden.
  • Wie gut ist der Topf zu reinigen?
  • Das Druckablassen beim Beenden des Kochvorganges sollte so einfach wie möglich gestaltet werden. Diverse Modelle können sogar mit nur einer Hand geöffnet werden.
  • Kann der Griff des Topfes abgenommen werden? Auf diese Weise ließe er sich leichter verstauen.
  • Wie viele Optionen gibt es, den Druck im Inneren des Topfes abzulassen?
  • Der Durchmesser des Topfes kann sich unterscheiden. Je größer dieser ist, desto unhandlicher ist die Handhabung.
  • Bei einem guten Topf sollte Zubehör mitgeliefert werden, unter anderem ein Dampfkorb zum schonenden Garen.

Welche Arten von Schnellkochtopf gibt es?

Alle Schnellkochtöpfe werden dadurch verbunden, dass sie zu Beginn des Kochvorganges auf höchster Stufe angekocht werden müssen. Hat sich ausreichend Druck aufgebaut, wird die Energiezufuhr heruntergeregelt. Trotz der geringeren Wärmezufuhr bleibt der aufgebaute Druck im Inneren des Topfes konstant, was zu einer verkürzten Garzeit führt. Als wunderbarer Nebeneffekt bleiben mehr Vitamine erhalten als bei einem regulären Kochvorgang.
  • Der Schnellkochtopf mit farblicher Kochanzeige: Eine konkrete Garstufe kann nicht eingestellt werden. Das ist bedauerlich. Verschiedenfarbige Ringe werden je nach aufgebautem Druck sichtbar. Die Höhe des Drucks kann ausschließlich über die Herdplatte geregelt werden. Bei zu hohem Druck wird dies durch eine visuelle Warnung sichtbar gemacht.
  • Der Schnellkochtopf mit dem Garstufenregler lässt eine Druckregulierung über den Regler zu. Nach dem Ankochen kann der Druck derart kontrolliert werden, dass selbst auf der niedrigsten Garstufe noch Druck entweicht. Ein so genanntes Abdampfen, wenn sich ein zu hoher Druck aufgebaut hat, ist durchaus möglich – mit Hilfe des Gasreglers. Damit ist die Druckregelung sehr einfach und gelingt auch dem Anfänger auf Anhieb.

Die längere Abdampfzeit

So einfach die Anwendung eines Garreglers auch erscheinen mag, so genau muss mit ihm umgegangen werden. Es dauert auf Grund der relativ kleinen Öffnung des Ventils allerdings auch länger, den Druck zu mildern. Um den Druck zu senken, nehmen Sie zunächst den Topf von der heißen Herdflamme. 2 Optionen haben Sie nun, um den Topf zu öffnen:
  • Betätigen Sie zunächst das Druckventil. Achten Sie sehr genau darauf, dass Ihre Finger nicht mit dem heißen Dampf in Berührung kommen. Am besten eigenen sich Topfhandschuhe zum Schutz.
  • Je nach Modell sind die Druckregler sehr empfindlich und reagieren bereits auf einen kleinen Fingerdruck. Andere wurden in den Garregler integriert, sodass ein regelmäßiger Ablass erfolgt.
  • Eine andere Methode, den Druck abzulassen, ist das Stellen des Topfes in die Spüle mit kaltem Wasser. Es dauert genau 3 Sekunden, bis der Druck sich abgebaut hat.
  • Grundsätzlich darf der Schnellkochtopf nicht geöffnet werden, solange er sich auf der Herdplatte befindet. Auf der heißen Herdplatte steht er noch voll unter Druck, sodass eine große Verletzungsgefahr besteht.
  • Die Tatsache, dass der Topf während des Kochvorganges nicht geöffnet werden darf, bedeutet aber auch, dass nicht umgerührt, nicht nachgewürzt werden kann. Dies muss auf das Ende des Kochvorganges gelegt werden.

Vermeiden Sie Schäden am Topf

Für jeden Topf wird eine Mindestfüllmenge angegeben. Diese wird für gewöhnlich im Inneren des Topfes angegeben. Auch die maximale Füllmenge sollte eingezeichnet sein. Die Mindestfüllmenge sollte niemals unterschritten werden. Sie ist von der Topfgröße abhängig und daher sehr unterschiedlich. Nutzen Sie immer einen Schnellkochtopf, der Ihren Ansprüchen entspricht. Somit ist der kleinste Topf für den Singlehaushalt vorgesehen und der mit mehreren Litern maximalen Fassungsvermögen für die Großfamilie. Doch an diesem Punkt wird immer noch einmal daran erinnert, dass der Topf immer unhandlicher wird, je größer er ist. Für die Großfamilie wird beispielsweise ein Topf mit rund 6 Litern Fassungsvermögen benötigt. Die Töpfe der unterschiedlichen Hersteller haben unterschiedliche Schließmechanismen. Einige verwenden ein Click-System, andere ein nutzen Markierungen, damit man weiß, wo die richtige Schließposition sitzt. Grundsätzlich sollten Sie, wenn Sie den Topf neu kaufen, das System verwenden, mit dem Sie am besten klarkommen. Probieren Sie die verschiedenen Systeme ruhig im Geschäft aus, um sich diesbezüglich sicher zu sein.

Der Preis – entscheidend?

Natürlich ist der Preis oftmals eine entscheidende Frage. Doch sollte man nicht pauschal davon ausgehen, dass der teuerste Topf auch der beste ist. Sicherlich müssen diesbezüglich auch die persönlichen Ansprüche an den Topf berücksichtigt werden. Grundsätzlich aber können Sie davon ausgehen, dass Sie bereits einen Topf zwischen EURO 50,00 und EURO 120,00 erhalten können. Schauen Sie, mit welchen Modellen Sie gut zurechtkommen. Und kaufen Sie nur dann einen Schnellkochtopf, wenn Sie sich ganz sicher sind. Sollten Sie zweifeln oder sich nicht entscheiden können, suchen Sie einfach weiter, so lange, bis Sie endlich ein überzeugendes Modell gefunden haben und Sie sicher damit kochen können.